Leon Lorka

Entdecke das Geheimnis seiner Vergangenheit und vieles mehr ...

Kapitel 17

Kurz nachdem Leon die Insel verlassen hatte, um den schwarzen Block aufzusuchen, trafen sich die Broncos mit Haito, um seinen furchtbaren Plan in die Tat umzusetzen.

Die kräftigsten Broncos waren angetreten, aber Pampalla war nicht dabei. „Soll dir von ihm schöne Grüße bestellen“, sagte Pampa ironisch, aber Haito gab nichts drauf. „Er würde dich gerne einmal besuchen“, lachte Pampa. „Soll er ruhig“, raunte Haito und gab den Broncos genaue Kommandos, wie sie bei der Menschenjagd vorzugehen hätten.

16 Broncos auf vier Schiffen, jeweils vier in einem Boot, waren dabei, um die schreckliche Mission durchzuführen. Diesmal wollte Haito ein gutes Geschäft machen. „Nur Frauen und Kinder“, gab er als Devise aus, „und bringt mir Virgo!“ Virgo war ihm ein Dorn im Auge. Er wollte ihn unbedingt loswerden und heute war eine gute Gelegenheit dafür. Er würde sogar noch Gold für seinen Widersacher bekommen, das gefiel ihm am besten.

Jedes Boot sollte drei Humanos erbeuten, das wären zusammen zwölf, das würde Haitos Kasse um einiges aufbessern und ihn für die nächste Zeit aus seiner finanziellen Krise heraushelfen. Die Broncos nickten zustimmend.

Er gab jedem eine Prise Weipu aus seinem persönlichen Besitz und machte sie damit glücklich und willig. „Ihr kriegt noch mehr davon“, versprach er ihnen, „aber nur, wenn ich auch von euch bekomme, was ich will. Verstehen wir uns da richtig.“

Die Broncos verstanden. Sie waren derart einfältig, dass sie kaum einen Schritt im Voraus denken konnten. Für sie zählte nur die Gegenwart, der Moment, in dem sie gerade lebten. Ging es ihnen gut, war die Welt in Ordnung, ging es ihnen schlecht, wurden sie aggressiv und böse. Sie waren leicht berechenbar, das war Haitos Vorteil, aber ohne Gold und ohne Weipu konnte er sie nicht halten. Und das wäre sein Untergang gewesen. Darum setzte Haito in dieser Nacht alles auf eine Karte.

So viele Menschen auf einmal hatte er noch nie entführen lassen. Meistens hatte er sich auf ein oder zwei beschränkt, um nicht zu auffällig zu werden. Aber die Lage hatte sich geändert und er musste zu drastischeren Maßnahmen greifen. Wie er das Verschwinden der zwölf Einwohner den Humanos erklären würde, wusste er auch noch nicht so genau. Aber ihm würde schon etwas Passendes einfallen. Ob man ihm glaubte, war ihm eigentlich völlig gleichgültig.

Die vier Schiffe liefen jeweils eine andere Plattform der Humanos an. Gegen Mitternacht sollte sich dann jeder wieder an Haitos Schloss einfinden. Die Stelle war jedem zur Genüge bekannt. Es gab eine verborgene Einfahrt, die einen Zugang zu dem Kerker hatte, in dem Haito seine Gefangenen bis zum Abtransport aufbewahrte. Dort sollte wie immer der Treffpunkt sein.

Pampa selbst übernahm das Kommando über eins der Boote. Er steuerte die größte Insel an, dort, wo auch Virgo lebte. Haito hatte ihm für diese Beute einen Extralohn versprochen. Auch Pampa war käuflich, das wusste Haito, nur war er nicht ganz so unbedarft wie seine Leute. Das machte ihn gefährlich.

Im Schutz der Dunkelheit legte Pampa an der Plattform an und beobachtete, wie die drei anderen Boote die danebenliegenden Inseln ansteuerten. Jeder war jetzt ganz auf sich allein gestellt.

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