Leon Lorka

Entdecke das Geheimnis seiner Vergangenheit und vieles mehr ...

Kapitel 22b

Aber als Pullmann nicht sofort reagierte, ließ er sich von zwei Broncos alleine zurückrudern und ließ ihn allein auf der Plattform der Riesen zurück Er fühlte, dass Leon etwas vorhatte und er wollte ihn überraschen. Schließlich hatte er noch eine Rechnung mit ihm offen.

 

Leon rief nach Lorka und hisste das Segel Sie umsegelten die Insel und näherten sich von Norden her Kryptas Plattform. Wie zu erwarten, war niemand da. Leon legte an dem schmalen Bootssteg an, nahm seine Waffen und lief dicht gefolgt von Zwolle den kleinen Weg zu Kryptas Eingang hinauf. Vorsichtig klopfte er an. Aber Kaja öffnete nicht.

Sie musste da sein, das war sicher, aber sie hatte noch nie die Tür geöffnet und würde es aus Angst auch niemals machen. Selbst wenn sie es gewollt hätte, sie konnte es auch gar nicht, denn die Tür war verschlossen.

„Ich bin es“, rief Leon durch die Tür, aber alles blieb still. Innen rührte sich nichts. „Versuch du es mal!“, bat er Zwolle und der hämmerte gegen die Tür, als wollte er sie gleich einschlagen. Aber auch jetzt geschah nichts.

„Kannst du sie aufmachen?“, fragte Leon und Zwolle lächelte. „Na klar“, war seine kurze Antwort. Er trat einige Schritte zurück, nahm Anlauf und warf sich mit voller Kraft gegen das Holz. Es knackte und krachte und schepperte im gesamten Haus, aber die Tür blieb standhaft. „Versuch es noch mal!“, bat ihn Leon und diesmal nahm Zwolle einen gewaltigen Anlauf.

Obwohl sich seine Schulter durch den ersten Aufprall schon dunkelrot gefärbt hatte, sah man ihm seine Verbissenheit an. Er wollte die Tür öffnen und er würde sie öffnen. Daran gab es für ihn keinen Zweifel. Wenn er sich einmal etwas vorgenommen hatte, dann zog er es auch durch, komme was da wolle. So war er nun einmal, der Zwolle.

Mit kurzen kräftigen Schritten rannte er auf den Eingang zu und ohne abzubremsen krachte er wie ein Rammbock dagegen. Das Holz splitterte und wankte. Wie eine stehende Leiche fiel die Tür in den Raum und donnerte wuchtig auf den Boden. Eine Staubwolke erhob sich und vernebelte die Sicht in den Innenraum.

Vorsichtig betrat Leon Kryptas Bunker. Er wischte sich die Augen, um besser sehen zu können, aber Kaja war nicht da. Sie hätte ihn hören müssen, aber sie war nicht da. Vielleicht hatte sie sich versteckt. Leon rief nach ihr, aber erhielt keine Antwort. „Pass hier auf!“, sagte er zu Zwolle, „ich bin gleich wieder da.“ Damit verschwand Leon dicht gefolgt von Lorka im Inneren des Gebäudes und ließ Zwolle am Eingang zurück.

Zielsicher durchquerte Leon das Laboratorium, in dem es aussah, als hätte ein Überfall stattgefunden. Alles lag durcheinander, Schubladen waren herausgerissen und überall glühten kleine Feuer, auf denen seltsame Ingredienzien köchelten. Krypta musste gerade mit seiner Arbeit fertig geworden sein, denn seine Anwesenheit war noch deutlich zu spüren. 

Leon ließ das Laboratorium hinter sich und schlängelte sich durch die schmalen Gänge nach oben. Er erinnerte sich genau an den Weg und nach kurzer Zeit stand er vor Kajas Tür. Sie war von außen verschlossen. „Ich bin es“, flüsterte Leon und schob den schweren Riegel beiseite. Langsam öffnete er die Tür und blinzelte in den dunklen Raum.

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