Leon Lorka

Entdecke das Geheimnis seiner Vergangenheit und vieles mehr ...

Kapitel 23b

Leon wendete sich angeekelt ab und ging zurück zu Haito. Er hatte genug gesehen. Er ließ Kryptas Vermächtnis an Sanaka hinter sich. Das vergiftete Pulver war mit Sicherheit in seiner Werkstatt entstanden. Ob Pullmann überhaupt etwas davon gewusst hatte, war jetzt nicht mehr auszumachen. Aber nun war nichts mehr zu ändern. Die Broncos waren tot, aber die Gefahr lauerte immer noch draußen auf dem Meer.

Steiner war seinem Ziel noch einen Schritt näher gekommen. Zu einer Schlacht mit den Riesen würde es nicht mehr kommen. Das stand fest. Das Spiel war aus. Aber wo lag die Rettung? Leon wusste es immer noch nicht und kehrte dem Ort des Schreckens den Rücken zu. Diese Plattform würde er nie wieder betreten.

 

Je unausweichlicher das Schicksal sich um Leons Leben legte, desto mehr musste er an Kaja denken. Sie war der Ort, wo seine Gedanken ausruhen konnten. Er musste sie wieder sehen, das war sein größter Wunsch und sein ganzes Bestreben. Und er wollte alles dafür geben, dieses Ziel zu erreichen.

Haito und Leon erreichten die Tantalos. Ohne ein Wort zu sprechen, schwammen sie nebeneinander her und beide spürten das gleiche unausweichliche Schicksal. So ratlos war noch keiner von beiden gewesen. Jede Hoffnung verschwand im Angesicht der drohenden Schiffe, die jetzt noch näher gekommen waren und sogar den schwarzen Nebelvorhang kontrollierten, damit es auch da kein Entrinnen gab. Ein Schiff hatte sich direkt vor dem Durchgang postiert und hielt dort Wache.

Lorka freute sich und Gala fiel Haito in die Arme als sie zurück an Bord kamen. Sie war überglücklich, ihn wieder zu haben, auch wenn es nicht mehr für lange sein sollte. Denn es war abzusehen, dass Steiner bald losschlagen würde. „Wir müssen uns beeilen“, sagte Haito. „Vielleicht wissen die Humanos mehr.“ Leon und Haito nahmen die Ruder auf und schon bald erreichten sie ihr Ziel.

Dort war die Aufregung bereits sehr groß. Natürlich war auch ihnen die Bedrohung nicht entgangen und jeder, der etwas zu sagen hatte, war auf dem Marktplatz eingetroffen. Es wurde hin und herdiskutiert und immer wieder fiel der Name von ihrem König Haito. Er war verantwortlich, er musste die Sache wieder gerade biegen. Aber so richtig glaubte keiner daran. Sie brauchten einen Schuldigen und das war eben Haito.

Virgo machte sich stark und rief zu den Waffen auf. Aber welche Waffen besaßen sie schon. Harpunen und Messer gegen eine Armee von Schiffen. Das war zu wenig. Das sah selbst der Dümmste ein.

Der Ring der Schiffe hatte sich unmerklich auf etwa fünfhundert Meter Abstand zusammengezogen. Wie eine schwarze Raupe umzingelten die Schiffe die schwimmende Stadt und lauerten darauf, Sanaka zu vernichten. So klein und wehrlos hatten sich die Humanos noch nie gefühlt. Im Angesicht ihres Unterganges wurden sie sanft und verständig. „Es ist vorbei“, sagte einer und eine andere sprach von einem Gottesurteil. In diesem Moment trat Haito auf den Marktplatz.

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